FC 1920 Gundelfingen
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Toto-Pokal, Bezirksviertelfinale: FC Gundelfingen - TSG Thannhausen 3:0 (2:0)

"So ein Abend spricht für sich"


Tobias Schieferle (links) war von seinen ehemaligen Mitspielern Nikolas Berchtold (Mitte) und Christian Streitel nicht zu stoppen.
Der sechsfache schwäbische Cupsieger FC Gundelfingen steht im Halbfinale des Toto-Pokals in Schwaben. Gegen den Bayernligisten TSG Thannhausen setzten sich die Grün-Weißen mit 3:0 (2:0) durch und zogen nach dem TSV Rain/Lech, FC Memmingen und TSV Aindling in die Vorschlussrunde ein. Auf welchen dieser drei Bayernligisten der FCG dann trifft, wird erst im Januar ausgelost. 

Zu gemeinsamen Zeiten in der BOL und Landesliga hatte die TSG Thannhausen noch nie im Schwabenstadion gewonnen, doch als Bayernligist gingen die Mittelschwaben diesmal als haushoher Favorit ins Rennen. „Zwei Klassen Unterschied musst du spüren“, hatte FCG-Coach Stefan Anderl vor der Partie noch geunkt – und nach drei Minuten schien sich die Prognose noch zu bestätigen. Da hämmerte Marc Hämmerle den Ball beim Freistoß an den Pfosten des Gundelfinger Tores. Dass dies kein Zufall war, bewies der TSG-Stürmer noch einmal nach 37 Minuten, als er wieder zum Freistoß antrat. Diesmal war FCG-Torhüter Rafael Kiebler noch mit den Fingerspitzen im bedrohten Eck und lenkte das Spielgerät an den Außenpfosten.

Außer bei Standardsituationen kam von den Mindelstädtern allerdings überraschend wenig. Während sich die Grün-Weißen mit schnellem Spiel Chancen erarbeiteten. Vor allem Tobias Schieferle, Ex-Thannhauser im Trikot des FCG, wirkte hochmotiviert und hätte nach 18 Minuten eigentlich schon jubeln müssen. Da stand er nach Vorarbeit von Hermann Danner frei vor Keeper Sebastian Steidle – und jagte den Ball mit rechts weit vorbei.

Trotzdem drückte der 27-Jährige dem Spiel noch seinen Stempel auf. Beim 1:0 konnte Steidle seinen strammen Schuss zwar noch abwehren, doch Oliver Aunkofer verwertete den Abpraller (28.). Und kurz vor der Pause war Steidle machtlos, als Mittelstürmer Stefan Kerle für Schieferle abgelegt hatte und der Flügelflitzer via Innenpfosten auf 2:0 erhöhte.

Zur Pause reagierte TSG-Trainer Oliver Schmid und brachte BOL-Torjäger Christian Wieser ebenso ins Spiel wie Markus Straub, nachdem Christian Streitel wegen einer Zerrung und Verteidiger Nikolas Berchtold mit Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk aus der Partie mussten. „Ein ganz bitterer Beigeschmack“, so TSG-Trainer Oliver Schmid, der auch sonst wenig Grund zur Freude hatte. Seine Elf erspielte sich in der Folge zwar leichte Feldvorteile, doch vom aktuellen Toptorjäger Srdan Stevanovic & Co. ging wenig Gefahr aus. Wie eine Wand stand FCG-Innenverteidiger Michael Sprengart und köpfte den Ball aus der Gefahrenzone.

„Unsere Niederlage war vollkommen verdient, da gibt es nichts zu deuteln“, musste deshalb auch Schmid anerkennen, zumal die Gundelfinger dem dritten Tor näher waren, als Stefan Selig im letzten Moment vor dem einkopfbereiten Christoph Wirth zur Ecke klärte. In der 87. Minute hieß es dann aber doch 3:0. FCG-Verteidiger Sebastian Seifried startete ein Solo und bediente Tobias Schieferle, der der Ball nur noch ins Netz schieben brauchte. „So ein Abend spricht einfach für sich. Das war, abgesehen von ein paar Schwierigkeiten zu Beginn, eine ganz große Leistung“, freute sich FCG-Coach Stefan Anderl.


FC Gundelfingen - TSG Thannhausen 3:0 (2:0)

FC Gundelfingen: Kiebler – Putz, Schnelle, Sprengart, Seifried – Aunkofer, Danner, Prießnitz (83. Hartmann) – Winkler (49. Panknin), Kerle (76. Wirth), Schieferle
TSG Thannhausen Steidle – Berchtold (46. Straub), Dischl, Degendorfer, Stroh – Streitel (46. Wieser), Jaut, Selig, Jocham – Hämmerle (81. Gauder), Stevanovic
Schiedsrichter: Prinzler (VfL Kaufering) 
Tore:
1:0 Aunkofer (28.), 2:0 Schieferle (42.), 3:0 Schieferle (83.) 
Gelbe Karten:
Aunkofer / Stroh 
Zuschauer:
350

23.9.2008