FC 1920 Gundelfingen
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Entscheidungsspiel um Platz 2: FC Gundelfingen - FC Affing 1:1 n. V., 5:6 n. E.

FCG verspielt den Sieg in der Schlussminute


Tobias Stegherr (rechts) brachte den FCG in Führung, Marco Schreiber (Zweiter von links) traf per Elfmeter doppelt für den FC Affing.
Der Rahmen stimmte. 1500 Zuschauer füllten den Wertinger Judenberg, um das Entscheidungsspiel um den zweiten Platz der BOL zu verfolgen. Allerdings wurden sie lange Zeit von keinem der Teams verwöhnt, die in einem sehr verkrampften Spiel wenig Torraumszenen boten. Jubeln durfte am Ende der FC Affing, der sich für die Relegation zur Landesliga Süd qualifizierte.

„Jetzt habt ihr uns zum schlimmsten Zeitpunkt erwischt“, unkte Affings Abteilungsleiter Peter Lechner im Hinblick auf die Ausfallliste seiner Mannschaft. Und bald verfinsterte sich seine Mine weiter. Denn nach elf Minuten fiel FCA-Verteidiger Peter Baum im Zweikampf mit FCG-Stürmer Christoph Wirth auf die Schulter – und musste wenig später passen. Und als in der 29. Minute auch noch Frank Mazur mit einer Muskelverletzung ausschied, schwante dem Affinger Anhang Schlimmes. Zumal die Gundelfinger in der ersten Halbzeit den Ton angaben und vor allem durch Tobias Schieferles Distanzschüsse für Gefahr sorgten. Ein solcher Knaller war auch Ausgangspunkt für die beste Szene der Grün-Weißen, als Affings Schlussmann Bernd Kühne den Ball abwehrte und auch den Nachschuss von Christoph Wirth mit einer Glanzparade verhinderte. Was aber gar nicht mehr nötig gewesen wäre, denn der Abseitspfiff von Referee Thomas Färber war längst ertönt (26.).

Aber nicht nur Kühne durfte sich auszeichnen, auf der Gegenseite zeigte Gundelfingens Nummer eins, Rafael Kiebler, dass auch über ein hohes Potenzial verfügt. Denn als FCA-Angreifer Nino Kindermann frei zum Schuss kam, parierte Kiebler (35.) ebenso wie in der zweiten Halbzeit, als Bernd Hopfensitz (73.) und Peter Galun (78.) die Entscheidung zugunsten der nun stärker werdenden Affinger verpassten.

In der ersten Halbzeit der Verlängerung geschah wenig. Mit Ausnahme des Schusses von Marco Schreiber, der den Ball an den Kopf von Peter Oberauer beförderte, worauf der FCG-Verteidiger aus der Partie musste. Schreiber hatte seinem Spitznamen „Bomber“ alle Ehre gemacht, doch der Held des Tages hätte Gundelfingens Kapitän Tobias Stegherr werden können. In der 106. Minute traf er zum 1:0 für seine Farben – und der FCG-Anhang feierte schon ausgelassen. Ehe in der allerletzten Minute Referee Färber eine Attacke von Spielertrainer Michael Unger gegen Affings Kindermann pfiff und Schreiber den Elfmeter zum 1:1 verwandelte. Es war der Auftakt zu einer Serie von zehn weiteren Schüssen, wobei der erste schon die Entscheidung brachte. Christoph Wirth scheiterte an Affings Bernd Kühne – und alle anderen Schützen verwandelten hinterher. Als Letzter Marco Schreiber, der die Gundelfinger mit dem 6:5 ins Tal der Tränen stürzte.


FC Gundelfingen - FC Affing 1:1 n. V., 5:6 n. E.

FC Gundelfingen: Kiebler – A. Binder, H. Danner, Unger, Oberauer (97. Mödinger) – Käßmeyer (72. Anspacher), Maccario, Stegherr, Schieferle – Wirth, R. Mayer (80. Nauenburg)
FC Affing: Kühne – Meitinger, Hofecker, Baum (20. G. Eberl/117. Vetter), Hopfensitz – P. Galun, Schreiber, M. Galun, Egger – Mazur (29. Kaldenbach), Kindermann
Tore: 1:0 Stegherr (106.), 1:1 Schreiber (120./Foulelfmeter). – Elfmeterschießen: Kühne hält gegen Wirth, 1:2 Kaldenbach, 2:2 Unger, 2:3 M. Galun, 3:3 A. Binder, 3:4 Hofecker, 4:4 Mödinger, 4:5 Kindermann, 5:5 Kiebler, 5:6 Schreiber
Schiedsrichter: Färber (Augsburg)
Gelbe Karten: Oberauer, Unger, Schieferle, Nauenburg / Egger, M. Galun
Zuschauer: 1500 (in Wertingen)

7.6.2005