FC 1920 Gundelfingen
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Toto-Pokal-Achtelfinale: TSV Nördlingen - FC Gundelfingen 2:0 (0:0)

FCG setzt Misserfolgsserie im Cup fort


Stürmer Tobias Müller mühte sich zwar redlich, doch letztlich gab es für den FCG eine 0:2-Pleite.
Rafael Kiebler hatte einen richtig dicken Hals. "Ich fahre doch nicht hierher, um mich dann vom Publikum auslachen zu lassen!", schimpfte der Torhüter und Interimscoach des FC Gundelfingen - und musste mit seinen Kickern dennoch Spott über sich ergehen lassen. 0:2 (0:0) verloren die Grün-Weißen im Achtelfinale des Toto-Pokals beim TSV Nördlingen.
So richtig auf die Palme brachte Kiebler eine Szene fünf Minuten vor dem Ende. Da hatten die Gundelfinger beim Stand von 0:1 endlich mal eine gute Schussposition durch einen Freistoß rund 20 Meter vor dem TSV-Tor, doch die potenzielle Chance wurde leichtfertig vertan. Fünf Grün-Weiße standen
um den Ball. Aber keiner wusste, wer denn nun schießen soll. Als sich schließlich Rainer Mayer den Ball schnappte, da war er schon von drei Nördlingern umringt. Mayer blieb zwar im Ballbesitz und suchte den Weg in den Strafraum, doch dort versuchte es der Mittelfeldspieler mit einer "Schwalbe" und wurde dafür vom fehlerlosen Referee Sebastian Beier
mit der gelben Karte bedacht.

"Das Spiel und diese Freistoßsituation waren die Krönung der letzten Wochen", ereiferte sich Kiebler, der keine einzige herausgespielte Torchance seiner Elf sah. So musste TSV-Keeper Armin Straßner nur einmal ein
greifen und konnte den Ball beim Freistoß von Uwe Danner nicht festhalten, doch im Nachsetzen war Abwehrspieler Markus Klaus schneller als FCG-Stürmer Björn Nauenburg und bereinigte die Situation (71.).

Der in der Bezirksoberliga aktuell auf einem Abstiegsplatz stehende TSV Nördlingen besann sich auf einfache, aber erfolgbringende Tugenden. "Wir waren sicher nicht überragend, aber wir haben sachlich gespielt und das
Beste aus unseren vorhandenen Möglichkeiten gemacht", lautete das treffende Resümee von TSV-Trainer Klaus Herrmann, der ebenfalls damit richtig lag, dass sein Team sogar noch höher hätte gewinnen können. Doch FCG-Keeper Rafael Kiebler konnte zweimal gegen Andreas Schröter (17.) und Armin Janik (69.) retten, nachdem jeweils sein Abwehrchef Edi Waldmann als "letzter Mann" das Leder an die Kontrahenten verloren hatte.

Zweimal war Kiebler dann jedoch machtlos. Beim 1:0 profitierte erst Ralf Meier von einem Gundelfinger Fehler im Spielaufbau und bediente Mittelstürmer Andreas Schröter, der mit einem platzierten Schuss ins Netz traf, vor dem 2:0 war Verteidiger Stefan Ahrens in die Hacken von Schröter gelaufen. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Gerhard Schwarz zum Endstand (90.). Und während die Gundelfinger enttäuscht vom Feld schlichen, hatte Nördlingens Trainer Herrmann die passende Analyse parat: "Ohne Kampf geht es nicht, das habe ich beimeiner Mannschaft gesehen. Der FCG glaubt aber trotz des personellen Aderlasses, dass die spielerischen Mittel Erfolg bringen. Ganz einfach ein Trugschluss..."


TSV Nördlingen - FC Gundelfingen 2:0 (0:0)

TSV Nördlingen: Straßner - Schmid - Steinheber, Ma. Klaus - Janik, Landsperger, Schwarz, Schildenberger (22. Ranftl), Ferber - Schröter, Meier (67. Thum)
FC Gundelfingen: Kiebler - Binder, Waldmann, Ahrens - Stegherr (70. Ott), U.  Danner, Maccario, Oberauer (63. R.\ Mayer), Hartmann - Nauenburg, Müller
Schiedsrichter: Beier (Riedlingen)
Tore: 1:0 Schröter (60.), 2:0 Schwarz (90./Foulelfmeter).
Zuschauer: 100

10.9.2002