FC 1920 Gundelfingen
Verein für Leibesübungen e. V.

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16. Spieltag: FC Gundelfingen - TSV 1860 Rosenheim 3:1 (0:0)

Frust von der Seele geschossen


Alexander Bühringer (rechts) vergab diese Großchance gegen 1860 Rosenheim - doch am Ende durfte er sich dennoch über einen 3:1-Sieg freuen.
Wie sehr hatte der FC Gundelfingen doch auf dieses Erfolgserlebnis gewartet - und dass ausgerechnet gegen den bisherigen Tabellendritten TSV 1860 Rosenheim ein überzeugender 3:1-Sieg zu Buche stand, beweist einmal mehr, dass die Gundelfinger gerade in den Spitzenspielen ihr wahres Gesicht zeigen.
"Es war für uns schon jahrelang nicht mehr so einfach in Gundelfingen zu gewinnen wie heute", meinte 1860-Trainer Emil Kammerer - und hatte damit gar nicht einmal so unrecht. Denn die Gundelfinger vergaben im ersten Spielabschnitt wie schon in den letzten Wochen eine Chance nach der anderen, wobei Alexander Bühringer in der 18. Minute gleich zweimal das 1:0 hätte erzielen müssen. Erst blockte aber Thomas Hertreiter seinen Schuss aufs leere Tor, im zweiten Anlauf jagte Bühringer den Ball über die Latte. Gegen Mario Söhner (23./26.) und Dieter Fischer (35.) zeigte dann Rosenheims Keeper Markus Bauer seine Klasse.

Und Rosenheim? Von den Oberbayern war wenig zu sehen, was auch Kammerer zugab: "Es war sicher keine gute Leistung, doch dann lief eigentlich alles optimal für uns." Die zweite Chance im Spiel - Stürmer Sepp Hellers Schuss vor der Pause war zur Beute von FCG-Keeper Rafael Kiebler geworden - führte zum 0:1 gegen nun scheinbar frustrierte Gundelfinger, die zudem monierten, dass der Schütze Matthias Linnemann den Ball an die Hand bekam, ehe er Andreas Binder überlief und einschoss. "Die Hand war angelegt", widersprach zwar Kammerer, "aber es stimmt, mancher Schiedsrichter hätte dies gepfiffen."

"Trotz des 0:1 und der vergebenen Chancen haben wir nie aufgegeben. Das ist die Charakterstärke meiner Mannschaft", freute sich FCG-Spielertrainer Stefan Anderl, nachdem seine Schützlinge innerhalb von acht Minuten die Partie umbogen. Erst zog Dieter Fischer nach Sprengarts Steilpass davon und traf zum 1:1 (61.), dann verwertete Oliver Aunkofer die Vorlage von Uwe Raßbichler zum 2:1. Beim dritten FCG-Treffer eroberte sich Edi Waldmann im Mittelfeld den Ball und bediente Dieter Fischer.

  
FC Gundelfingen - TSV 1860 Rosenheim 3:1 (0:0)

FC Gundelfingen: Kiebler - Miller (46. Binder), Sprengart, Jahn, Waldmann -  Bühringer (57. Aunkofer), Anderl, Raßbichler, Anspacher - Söhner (84. R. Mayer), Fischer
TSV 1860 Rosenheim: Bauer - Höhensteiger - Hertreiter, Peter (72. Kleinschwärzer) - Hofmann (80. Wirkner), Linnemann, Rohner, Schlosser, Till, Brandl (58. Jell) - Heller
Schiedsrichter: Keil (Wassertrüdingen)
Zuschauer: 220
Tore: 0:1 Linnemann (52.), 1:1 Fischer (61.), 2:1 Aunkofer (69.), 3:1 Fischer (77.)

13.10.2001