FC 1920 Gundelfingen
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24. Spieltag: TSV Nördlingen - FC Gundelfingen 0:1 (0:0)

Unbeschreibliche Jubelszenen


Das Bild täuscht: FCG-Keeper Rafael Kiebler (vorne) behielt den Überblick und bewahrte sein Team beim TSV Nördlingen mehr als einmal vor einem Gegentor.
Sie hüpften herum wie kleine Kinder und feierten ausgelassen. Und die Gundelfinger hatten auch allen Grund glücklich zu sein, denn sie mussten im Derby beim TSV Nördlingen einige bange Momente überstehen, ehe der 1:0-Erfolg durch das "goldene Tor" von Alexander Bühringer unter Dach und Fach war.
Dass es so spannend war, das hatte zwei Gründe. Der eine war, dass die Gundelfinger in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zu ihrem Spiel fanden und dem TSV Nördlingen eine Menge an Freiheiten ließ, der andere hieß Rudi Scharlach. Eigentlich war er als Unparteiischer eingeteilt, doch davon konnte wahrlich keine Rede sein, denn der Oberbayer hatte sich schnell auf die Gundelfinger "eingepfiffen" und verteilte insgesamt elf Karten gegen die Grün-Weißen, aber keine einzige gegen den TSV Nördlingen.

Die Emotionen kochten so richtig hoch, als unmittelbar vor der Halbzeit TSV-Mittelfeldspieler Hans Golder FCGler Oliver Anspacher von hinten legte und ungestraft davonkam, während Sekunden später Gundelfingens Spielertrainer Stefan Anderl nach einer weit harmloseren Aktion gegen TSV-Regisseur Gerhard Schwarz mit Gelb-Rot vom Feld musste. Beim FCG löste dieser Platzverweis eine Trotzreaktion aus, auf der anderen Seite verloren die bis dahin überlegenen Rieser, die durch Michael Klaus, Hans Golder und Markus Janik mehrmals am überragenden Rafael Kiebler gescheitert waren, ihren Faden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die dezimierten Gundelfinger eine Chance bekommen sollten - und die erste nutzte dann ausgerechnet der Ex-Nördlinger Alexander Bühringer zum 0:1. Uwe Raßbichler hatte zuvor per Kopf zu Mario Söhner verlängert, dessen Schuss TSV-Torhüter Armin Straßner nur vor die Füße von Bühringer abklatschen konnte (72.).

Wegen Ballwegschlagens musste kurz darauf auch Edi Waldmann mit der Ampelkarte vom Feld, so dass nur noch neun Gundelfinger den Vorsprung verteidigen mussten. Was aber kein großes Problem mehr war, denn der TSV Nördlingen vernachlässigte das Flügelspiel und rannte sich immer wieder fest - oder versuchte es vergebens mit harmlosen Schüssen aus der zweiten Reihe.

  
TSV Nördlingen - FC Gundelfingen 0:1 (0:0)

TSV Nördlingen: Straßner - Schmid - Rieß, Landsperger - Golder, Ranftl, Schwarz, Ertan Battal, Ferber - Janik, Mi. Klaus
FC Gundelfingen: Kiebler - Binder, Sprengart, Jahn, Waldmann - Raßbichler, Bühringer (84. Oberauer), Anderl, Anspacher - Söhner (80. Unger), Aunkofer (46. R. Mayer)
Schiedsrichter: Scharlach (SV Altenerding)
Zuschauer: 360
Tor: 0:1 Bühringer (72.)
Gelb-Rot: - / Anderl (45.), Waldmann (73.)

8.12.2001