FC 1920 Gundelfingen
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28. Spieltag: FC Gundelfingen - TSV 1860 Rosenheim 2:1 (1:1)

Nicht gegebener Elfer sorgt für Hektik


Stand im Mittelpunkt: FCG-Stürmer Dieter Fischer (am Ball), der zum 1:1 traf und später die rote Karte sah.

Es hätte ein zwar gutklassiges, aber letztlich ganz normales Landesliga-Spiel werden können. Nur einer hatte offenbar etwas dagegen, denn Schiedsrichter Claus Rother brachte in der zweiten Halbzeit richtig Farbe ins Spiel. Ein nicht gegebener Elfmeter in der 55. Minute, ein zweifelhafter, in der Schlussminute verhängter Strafstoß und insgesamt vier rote Karten trübten die Bilanz des im ersten Abschnitt noch souveränen Referees, der aber am Ende vollkommen den Faden verlor.
Doch der Reihe nach. In der ersten Halbzeit überzeugten die Rosenheimer durch schnelles Kombinationsspiel und forderten dem etwas zu passiven FC Gundelfingen alles ab. Vollkommen verdient auch die Führung der Oberbayern, die nach 20 Minuten Linnemann und Konak für Torjäger Josef Heller mustergültig vorbereiteten.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einer hundertprozentigen Kopfballchance für FCGler Oliver Aunkofer (31.) und den frei vor Kiebler auftauchenden Rosenheimer Nasri Konak (44.). Dass es mit einem Remis in die Pause ging, lag an Dieter Fischers Einzelaktion, der sowohl den überforderten Gegenspieler Thomas Hertreiter als auch Libero Thomas Rohner ins Leere laufen ließ und in den Winkel traf.

Fischer sollte auch in der zweiten Halbzeit zum Hauptdarsteller werden, als er wieder Hertreiter ausgespielt hatte und einschussbereit von seinem Kontrahenten niedergerungen wurde. Doch statt Elfmeter für den Gundelfinger ließ Referee Claus Rother das Spiel weiterlaufen. In der Traube reklamierender Spieler trat dann Rohner auf Fischer und dieser revanchierte sich mit einem Tritt gegen den Rosenheimer, was wiederum Schiedsrichter-Assistent Peter Holtz auf den Plan rief. Seine Beobachtung teilte er seinem "Chef" Rother mit, der die rote Karte gegen Fischer zog.

Was danach passierte, kann wohl unter die Rubrik Konzessionsentscheidungen eingeordnet werden. Vier Minuten nach dem ersten Platzverweis schickte der Referee Rosenheims Christian Hofmann nach einer gelbwürdigen Aktion ebenfalls mit Rot vom Feld, und als sich nach vergebenen Chancen von Linnemann und Schunko auf Gästeseite sowie Raßbichler und Aunkofer auf FCG-Seite alles auf ein Remis einstellte, folgte der nächste Pfiff. 1860-Keeper Markus Bauer warf sich Gundelfingens Michael Unger bei einer Chance waghalsig vor die Füße und wehrte den Ball ab. Doch Rother wertete die Aktion des Keepers als Foul und eröffnete Michael Sprengart per Elfmeter die Chance zum 2:1, die der Gundelfinger Kapitän auch nutzte. Doch damit nicht genug: Rosenheims Torhüter sah in der Nachspielzeit die rote Karte, als er an der Strafraumgrenze Uwe Raßbichler brutal von den Beinen holte. Während Raßbichler für den anschließenden Schubser gegen Bauer straflos davonkam, sah auf der Rosenheimer Bank Ersatzkeeper Sven Robl wegen Schiedsrichterbeleidigung ebenfalls Rot.

FC Gundelfingen - TSV 1860 Rosenheim 2:1 (1:1)

FC Gundelfingen: Kiebler - Ahrens (66. Jahn), Miller, Sprengart, Anspacher - Raßbichler, Waldmann (75. Unger), Anderl, R. Mayer (46. Bühringer) - Fischer, Aunkofer
TSV 1860 Rosenheim: Bauer - Rohner - Mayr (48. Hofmann), Hertreiter - Linnemann, Hysejni (82. Niederthanner), Höhensteiger, Wirkner, Matschi - Heller, Konak (79. Schunko)
Schiedsrichter: Rother (München)
Zuschauer: 170
Tore: 0:1 Heller (20.), 1:1 Fischer (45.), 2:1 Sprengart (90./Foulelfmeter)
Rote Karten: Fischer (55.) / Hofmann (59.), Bauer (90.) und ET Robl (90.)