FC 1920 Gundelfingen
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3. Spieltag: Türk Gücü München - FC Gundelfingen 1:1 (1:0)

Mit einem Punkt zufrieden

"Mit dem Punkt wäre doch alles in Ordnung", zitterte FCG-Abteilungsleiter Hans Anderl und sehnte den Schlusspfiff herbei. Lautstark versuchte er von der Seitenlinie aus Einfluss zu nehmen, als der Gastgeber SV Türk Gücü München die letzten beiden Minuten nochmals mächtig Druck machte. Anderls Flehen wurde erhöht, denn letztlich endete die Landesliga-Partie im Münchner Dantestadion mit 1:1 (1:0) und seine Kicker bleiben damit in der Saison 2000/2001 auch nach drei Spielen unbesiegt.

Die Laune des Gundelfinger Fußball-Boss war dementsprechend gut. "Eine tolle kämpferische Leistung bei tropischen Temperaturen", sprudelte es aus Hans Anderl heraus, nachdem er zu Beginn der Partie ganz entgegen seiner Art sehr ruhig war. "Wir sind noch gar nicht im Bilde", lautete sein Urteil nach 15 Minuten und dabei sah er sich an das Derby vom letzten Mittwoch erinnert, als sich der FCG beim 3:2 gegen den SC Bubesheim so schwer getan hatte. Und auch diesmal lagen die Gundelfinger schnell zurück, als nach vier Minuten Süleyman Tasdemir mit einem Freistoß erfolgreich war. Die Crux daran: der Freistoß war weder genial ausgeführt noch sonderlich platziert getreten. Gefährlich wurde der Ball erst, als zwei Türken-Kicker FCG-Keeper Markus Vogele irritierten und so das Spielgerät direkt in den Maschen landete (4.).

Und weil die Türk-Gücü-Angreifer Charles Onumajuru und Cacao ihr technisches Können und die Schnelligkeit immer wieder unter Beweis stellten, wurde es Hans Anderl in der Folge Angst und Bange. Bis etwa zur 30. Minute, denn dann wendete sich das Blatt. Die FCG-Abwehr hatte sich gefestigt, Peter Schmid auf der rechten und Torjäger Thomas Jahn auf der linken Abwehrseite sorgten für mehr Ruhe und dann kam noch die große Ausgleichschance. Uwe Raßbichler, seit Wochen in Topform, war von Oliver Aunkofer freigespielt worden, doch Raßbichler scheiterte am bis dato beschäftigungslosen Türken-Keeper Daniel Weber. Am Ausgleich nach 50 Minuten war der diesmal von Stefan Anderl freigespielte Uwe Raßbichler ganz dick beteiligt. Diesmal spielte der kleine Flitzer Torhüter Weber aus und scheiterte am Aluminium, im Nachsetzen war dann "Joker" Thomas Mödinger zur Stelle und drückte die Kugel dorthin, wo sie hin soll, nämlich über die Linie.

"Wir spielen ruhig weiter und warten auf unsere Chance. Die kommt bestimmt", hatte Stefan Anderl, Spielertrainer des FCG, seinen Schützlingen in der Halbzeit mit auf den Weg gegeben. Mit dem 1:1 hatte sich dies schnell bewahrheitet - und die Grün-Weißen blieben am Drücker. "Türk Gücü hat in der zweiten Halbzeit keine Chance mehr gehabt", resümierte Abteilungsleiter Hans Anderl, der dann auch die spannende Schlussphase heil überstand.

Statistik zum Spiel:

Türk Gücü München - FC Gundelfingen 1:1 (1:0)

Türk Gücü München: Weber - Tasdemir - Henrich, Karaman - Salkan, Yilmaz, Saka (46. Kücükoglu), Niedermeier, Sahmurat - Onumajuru (85. Gharibzadeh), Cacao 

FC Gundelfingen: Vogele - Schmid, Miller, Sprengart, Jahn - Waldmann, Anderl, Raßbichler, T. Schieferle (70. Bühringer),  P. Mair (79. Unger) - Aunkofer (46. Mödinger),

Schiedsrichter: Proksch (Nußdorf)

Tore: 1:0 Tasdemir (4.), 1:1 Mödinger (50.)

Zuschauer: 90