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13. Spieltag: FC Pipinsried - FC
Gundelfingen 1:1 (1:0)
Angeschlagener Jahn der Held in
vorletzter Minute
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Eine starke Partie bot
Michael Sprengart (links).
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So schnell kann´s gehen. "Letzte
Woche war Thomas Jahn noch der Sündenbock beim 0:0 gegen Ebersberg, diese
Woche ist er der Held", lautete der Kommentar von Hans Anderl, dem Fußball-Abteilungsleiter
des Landesligisten FC Gundelfingen, nachdem der Routinier zwei Minuten vor
dem Abpfiff noch zum 1:1 (0:1)-Endstand beim FC Pipinsried getroffen
hatte.
Nur auf den ersten Blick war es allerdings eine Überraschung,
dass Jahn zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. "Das
hatte nichts mit der Leistung zu tun, sondern Verletzungsgründe waren
ausschlaggeben", so Spielertrainer Stefan Anderl, "denn Jahn
konnte wegen einer Bändergeschichte diese Woche nur eingeschränkt
trainieren und musste die Übungseinheit am Freitag sogar abbrechen."
Warum Anderl den erfolgreichsten Torjäger in der FCG-Geschichte dennoch
ins Getümmel warf, hatte ganz einfache Gründe. "Wer soll denn sonst
bei uns treffen?", fragte sich der Spielertrainer und sollte für den
Mut belohnt werden. In der 88. Minute flankte Edi Waldmann weit auf seinen
Mittelstürmer, Jahn nahm das Spielgerät an und jagte es aus der Drehung
und von der Strafraumkante ins Eck. |
| Es war das Happyend in einer
Partie, in der eigentlich alles gegen die Gundelfinger zu laufen schien.
Der FC Pipinsried erwischte nämlich den besseren Start und hatte durch
seinen Spielmacher Michael Stiller die Riesenchance zum 1:0. Und als
Neuzugang Robert Wack abzog, musste der überragende Torhüter Rafael
Kiebler all sein Können aufbieten, um die Kugel noch an die Latte zu
lenken. Aber solche Szenen der Oberbayern hatten in der Folge
Seltenheitswert, weil der FCG nach und nach die Initiative ergriff und
durch Michael Unger (21.), Stefan Anderl (28.) und den mit einer
Klasseleistung aufwartenden Michael Sprengart (30.) Duftmarken setzte. Das
Kunststück, nach Vorarbeit von Dieter Fischer den Ball aus kürzester
Entfernung am Tor vorbeizusetzen, vollbrachte schließlich Peter Mair
(35.).
"Pipinsried hat wie eine Auswärtsmannschaft
agiert und stand mit acht Mann hinten drin", ärgerte sich Hans
Anderl über die gegnerische Spielweise, die quasi mit dem Pausenpfiff
sogar belohnt wurde. Florian Hönisch durfte sich als Torschütze feiern
lassen. Und es hätte für den FCG sogar noch schlimmer kommen können,
aber Rafael Kiebler faustete und hechtete sich in einen Rausch und stoppte
mehrmals die brandgefährlichen Pipinsrieder Konter.
Auf der Gegenseite haderte Hans Anderl mit dem
Schicksal. Erst nahm Verteidiger Stefan Hönisch den Ball in die Hand,
doch weil Referee Michael Weckesser dies nicht sah, blieb der
Elfmeterpfiff aus (47.). Der sollte in der 73. Minute folgen, als wiederum
Stefan Hönisch seinen Gegenspieler Peter Mair umschubste. Doch Edi
Waldmann zeigte Nerven, schob den Ball am Tor vorbei und verpasste damit
den Ausgleich für die Grün-Weißen. Weil kurz vor dem Abpfiff die Pfeife
von Schiedsrichter Weckesser nach einem weiteren Foul an Uwe Raßbichler
im Strafraum stumm blieb, mussten sich die Gärnterstädter auf ihren Ältesten
verlassen. Aber auf Jahn ist halt Verlass, selbst wenn er angeschlagen ins
Spiel geht... |
| Statistik zum Spiel:
FC Pipinsried - FC Gundelfingen
1:1 (1:0)
FC Pipinsried: Meir - Kämpf - S. Hönisch,
Trejo, Heiß - F. Hönisch, Becker, Stiller, Zachan (33. Novakovic),
Anspacher - Wack (75. Ballis)
FC Gundelfingen: Kiebler - Bühringer, Miller, Sprengart, Hartmann
(46. Schmid) - Unger (60. Jahn), Waldmann, Anderl - Fischer, P. Mair, T.
Schieferle (46. Raßbichler)
Schiedsrichter: Weckesser (München)
Zuschauer: 250
Tore: 1:0 F. Hönisch (45.), 1:1 Jahn (88.)
Bes. Vorkommnis: Waldmann (FCG) verschießt Foulelfmeter (73.) |
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