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Zahlreiche Höhepunkte 1970 Die in Rekordzeit gebaute Segler-Schutzhütte wird
ihrer Bestimmung übergeben. Am 20. März wird das Vereinsjugendheim eingeweiht
und der weitere Ausbau der Anlage zu einem Sportzentrum mit einer Vereinsgaststätte,
Kegelbahnen, Fremdenzimmern, Umkleide-, Dusch-
und Geräteräumen, sowie als Krönung der Bau einer Mehrzweck-Sporthalle mit 26 x 42 Metern bekannt
gegeben. Dazu wird für den 1. Bauabschnitt mit einem Kostenaufwand von 910.000
DM ein weiterer Zuschussantrag an den BLSV eingereicht. Bayerns Innenminister
Merk überzeugt persönlich sich vom Baufortschritt der FC-Anlagen. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums vom 28. bis
31. Mai kommen der BLSV-Präsident Rudi Sedlmayer und der BFV-Präsident Hans
Huber zum Festabend und zeichnen Hermann Gartner, Karl Gartner, Josef Gartner
und Theo Flemisch mit der BLSV-Verdienstnadel in Gold aus. Außerdem erhalten
Hermann Gartner die Goldene BFV-Verdienstplakette, Theo Flemisch die
BFV-Verbandsehrennadel in Gold und der Verein die DFB-Plakette und den
BFV-Wimpel. Am 28. Mai wird in einem Festakt im Rathaus, in
Anwesenheit des Gundelfinger Ehrenbürgers Dr. Dr. h. c. Eugen Bamann, die von
Theo Flemisch angeregte Städtepartnerschaft begründet. Während der Festtage findet am 30./31. Mai auch
der Leichtathletik-Länderkampf Bayern – Württemberg statt. Am 6. Juni kann der Asphaltplatz für die
Eisstockschützen seiner Bestimmung übergeben werden. Die Leichtathleten können von ihrem stolzesten
Jahr berichten, denn 36 Mal standen FCler ganz oben auf dem „Treppchen“. Mit drei Bayerischen Meisterschaften – Ewald Machat im Hammerwurf, die Schüler der 4x100-Meter-Staffel und 4x1000 Meter mit Föll, Hander, Kränzle und Winkler –, acht Schwäbischen und 13 Nordschwäbischen Titeln ist die Leichtathletik im FC auf ihrem Höhepunkt angekommen. Es ist deshalb logisch, dass die Forderung auf Ausrüstung der Anlagen mit Kunststoffbelägen laut wurde, denn das rote Ziegelmehl hatte in der Leichtathletik keine Zukunft mehr.
Norbert Bayer übernimmt die neugegründete
Tennisabteilung. Die Firma Gartner gestattet der Abteilung die Benützung ihrer
Plätze. Im November wird über die Aufstellung eines
Frauen-Fußballteams nachgedacht. In einer für die zukünftige Strukturierung des
Vereins historischen Sitzung stellt der Vereinsausschuss am 22. Dezember die
Weichen für die Selbständigkeit der Abteilungen und legt dazu die
entsprechende Satzung vor. Ida Böck übernimmt die Gymnastikabteilung. 1971 Schwäbische Meister werden Bernhard Leo (im März
in Landsberg im Waldlauf der A-Jugend, im Juni in Augsburg im 3000-Meter-Lauf)
und Ewald Machat im Hammerwerfen. Im Juli wird Leo Bayerischer Vizemeister über
3000 Meter und schafft damit die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft
in Lübeck, von wo er im Juli mit einem hervorragenden 7. Platz heimkehrt.
Die Fußballer werden in der Saison 1970/71
Bezirksliga-Meister Nord und feiern den Aufstieg in die Landesliga Süd
in einer Meisterschaftsfete im Gasthof Sonne. Dieter Lang wird zum Ehrenspielführer
ernannt. Im Juli übernimmt Hans Anderl die Leitung der Fußballabteilung. Im Oktober findet das erste offizielle Frauenfußballspiel
zwischen dem FCG und dem SV Reisensburg (3:3)
statt. Die Abteilungsleiter einigen sich am 19. Mai auf
die Einführung einer Finanzordnung. Am 3. Dezember wählen die Tennisspieler Edelbert
Reile junior zum Abteilungsleiter. 1972 Am Längs- und Quertrakt wird Richtfest gefeiert.
Der Bau von Bundeskegelbahnen ist geplant. Das Frauenfußballteam nimmt an den Pflichtspielen
teil.
Bernhard Leo wird bei den Deutschen
Jugend-Hallenmeisterschaften Dritter über 3000 Meter und findet Aufnahme in den
DLV-Nachwuchs-Förderkreis. Siegfried Lippert erhält die ehrenvolle Berufung
als Kampfrichter zu den Olympischen Spielen in München, F. Jülich und A.
Burggraf kommen als Gehrichter zum Einsatz.
B. Leo, H. Hander und J. Häberle reihen sich als
Fackelträger des "Olympischen Feuers" ein. Die Stadt beschließt den Ausbau des
Naherholungsgebietes rund um das Schwabenstadion. Der FCG überschreitet die Freigrenze von 12.000 DM
für Vereine und wird zukünftig zur Umsatzsteuer veranlagt. Am 15. August wird das Bodenseecup-Spiel Schwaben
– Württemberg im Schwabenstadion ausgetragen. Am 18. September schlägt FC-Vorsitzender Flemisch
die FC-Sportanlage als Kreissportzentrum vor.
1973
Mit einem Festakt im Schwabenstadion am 14./15.
April wird das 10-jährige Volkslauf-Jubiläum in Deutschland gefeiert. Die Tischtennis-Damen mit B. Wengert, W. Kling und
H. Piepenbrinck steigen in die 1. Schwabenliga auf. Ehrenvorsitzender Hermann Gartner erhält zu seinem
70. Geburtstag die Goldene DFB-Ehrennadel und die Goldene FC-Verdienstplakette. Theo Flemisch wird Ehrenvorsitzender der Fußballabteilung. Am 19. Oktober wird die Wanderabteilung gegründet,
da sich ein eigener Volkssportverband gebildet hatte. Die Fußballer siegen mit 2:1 gegen den englischen
Profi-Club Luton Town. Das Landratsamt genehmigt den Abbruch des im Jahre
1950 erbauten Holz-Clubheimes. Am 19. November verurteilt das Landgericht Augsburg
den FC zur teilweisen Zahlung des Architekten-Honorars von Professor Ortner. Der
Verein legt Berufung ein. Das Sonntagsfahrverbot und die Teuerungen auf dem
Energiesektor beeinflussen den Sportbetrieb und belasten die Vereinsfinanzen. 1974 Das Anlagevermögen ist auf 800.000 DM angewachsen,
die Bilanzsumme überschreitet erstmals die Millionengrenze. TV Dillingen schlägt dem FC am 1. Februar die Gründung
eines Leichtathletikzentrums vor, die aber an der Finanzierung einer
Kunststoffbahn scheitert. Der Vorstand beschließt am 18. Februar die
Anschaffung der automatischen Kegelbahnanlage zum Festpreis von 40.000 DM.
Ludwig Böck übernimmt die Kegelabteilung. Der Getränkeliefervertrag mit „Paulaner“
bringt dem Verein die dringend notwendige Finanzspritze in Höhe von 200.000 DM
für die Fortsetzung der Hochbauten. Am 1. August wird der Erbbaurechtsvertrag zwischen
Stadt und Verein für das Tennisplatzgelände protokolliert. Am 28. August besiegt die Fußball-Nationalelf
Thailands den FC mit 4:2. Die Segelabteilung äußert am 4. Oktober erstmals
ihre Sorgen über Verlandung des Faiminger Sees, aber noch herrscht
Regatta-Stimmung. 1975 Der FC legt am 18. März Einspruch gegen die
Erweiterung des Atomkraftwerkes Gundremmingen ein. Am 31. Mai wird die
Mitgliederversammlung erstmals in der neuen Stadiongaststätte ausgetragen. Sie
genehmigt, nachdem der BLSV grünes Licht gegeben hat, die Zwischenfinanzierung
in Höhe von 50.000 DM für den Weiterbau der Tennisanlage, obwohl die
Leichtathleten den Bau einer Kunststoffbahn als vorrangig ansehen. Am 1. Juni
findet die Kegelbahneröffnung statt. Im Juli beschließt der Stadtrat den Bau einer
Sport- und Festhalle mit Tribüne bei der Schule. Der BLSV genehmigt Zuschuss für
die sechs Tennisplätzen und des Nebenspielfeldes mit Beleuchtung.
Am 12. Oktober findet das Landesliga-Cupspiel
Bayern B – Landesliga Süd im Schwabenstadion statt. Der BLSV-Kreistag tagt am 24. Oktober in der
Stadiongaststätte. Im November muss der weitere Ausbau der Hochbauten
aus Geldmangel vorübergehend gestoppt werden. Wolfgang Stricker wird am 21. Dezember Deutscher
Jugendmeister im Eisstock-Weitschießen und erhält die FC-Verdienstnadel in
Gold. |