FC 1920 Gundelfingen
Verein für Leibesübungen e. V.

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Zahlreiche Höhepunkte
(1970 bis 1975)

1970
Der Beitrag wird ab sofort endgültig bargeldlos eingezogen. In der Mitgliederversammlung am 5. Januar wird der Gründung einer Tennisabteilung zugestimmt.

Die in Rekordzeit gebaute Segler-Schutzhütte wird ihrer Bestimmung übergeben.

Am 20. März wird das Vereinsjugendheim eingeweiht und der weitere Ausbau der Anlage zu einem Sportzentrum mit einer Vereinsgaststätte, Kegelbahnen, Fremdenzimmern, Umkleide-,  Dusch- und Geräteräumen, sowie als Krönung  der Bau einer Mehrzweck-Sporthalle mit 26 x 42 Metern bekannt gegeben. Dazu wird für den 1. Bauabschnitt mit einem Kostenaufwand von 910.000 DM ein weiterer Zuschussantrag an den BLSV eingereicht. Bayerns Innenminister Merk überzeugt persönlich sich vom Baufortschritt der FC-Anlagen.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums vom 28. bis 31. Mai kommen der BLSV-Präsident Rudi Sedlmayer und der BFV-Präsident Hans Huber zum Festabend und zeichnen Hermann Gartner, Karl Gartner, Josef Gartner und Theo Flemisch mit der BLSV-Verdienstnadel in Gold aus. Außerdem erhalten Hermann Gartner die Goldene BFV-Verdienstplakette, Theo Flemisch die BFV-Verbandsehrennadel in Gold und der Verein die DFB-Plakette und den BFV-Wimpel.

Am 28. Mai wird in einem Festakt im Rathaus, in Anwesenheit des Gundelfinger Ehrenbürgers Dr. Dr. h. c. Eugen Bamann, die von Theo Flemisch angeregte Städtepartnerschaft begründet.

Während der Festtage findet am 30./31. Mai auch der Leichtathletik-Länderkampf Bayern – Württemberg statt.

Am 6. Juni kann der Asphaltplatz für die Eisstockschützen seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Leichtathleten können von ihrem stolzesten Jahr berichten, denn 36 Mal standen FCler ganz oben auf dem „Treppchen“.

Mit drei Bayerischen Meisterschaften – Ewald Machat im Hammerwurf, die Schüler der 4x100-Meter-Staffel und 4x1000 Meter mit Föll, Hander, Kränzle und Winkler –, acht Schwäbischen und 13 Nordschwäbischen Titeln ist die Leichtathletik im FC auf ihrem Höhepunkt angekommen. Es ist deshalb logisch, dass die Forderung auf Ausrüstung der Anlagen mit Kunststoffbelägen laut wurde, denn das rote Ziegelmehl hatte in der Leichtathletik keine Zukunft mehr.

Ewald Machat beim Speerwurf, der 1970 Bayerischer Jugendmeister im Hammerwurf und 1971 Sechster bei der Deutschen Meisterschaft wurde.

Norbert Bayer übernimmt die neugegründete Tennisabteilung. Die Firma Gartner gestattet der Abteilung die Benützung ihrer Plätze.

Im November wird über die Aufstellung eines Frauen-Fußballteams nachgedacht.

In einer für die zukünftige Strukturierung des Vereins historischen Sitzung stellt der Vereinsausschuss am 22. Dezember die Weichen für die Selbständigkeit der Abteilungen und legt dazu die entsprechende Satzung vor.

Ida Böck übernimmt die Gymnastikabteilung.

1971
Die Jahreshauptversammlung am 8. Januar stimmt der neuen Vereinsstruktur und Satzung zu. Das Vereinsvermögen ist inzwischen auf mehr als eine halbe Million angewachsen.

Schwäbische Meister werden Bernhard Leo (im März in Landsberg im Waldlauf der A-Jugend, im Juni in Augsburg im 3000-Meter-Lauf) und Ewald Machat im Hammerwerfen. Im Juli wird Leo Bayerischer Vizemeister über 3000 Meter und schafft damit die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft in Lübeck, von wo er im Juli mit einem hervorragenden 7. Platz heimkehrt.

Die Bezirksliga-Meister von 1971 und Aufsteiger in die Landesliga Süd (von links): Werner Haas, Ernst Binder, Dieter Lang, Wolfgang Dreßen, Hans Anderl, Viktor Merenda, Alois Sing, Erwin Jahn, Anton Walter, Martin Hördegen, Peter Rettenberger, Helmut Peter

Die Fußballer werden in der Saison 1970/71 Bezirksliga-Meister Nord und feiern den Aufstieg in die Landesliga Süd in einer Meisterschaftsfete im Gasthof Sonne. Dieter Lang wird zum Ehrenspielführer ernannt.

Im Juli übernimmt Hans Anderl die Leitung der Fußballabteilung.

Im Oktober findet das erste offizielle Frauenfußballspiel zwischen dem FCG und dem SV Reisensburg  (3:3) statt.

Die Abteilungsleiter einigen sich am 19. Mai auf die Einführung einer Finanzordnung.

Am 3. Dezember wählen die Tennisspieler Edelbert Reile junior zum Abteilungsleiter.

1972
In der Mitgliederversammlung am 7. Januar kann der siebenköpfige Vorstand auf das erste Jahr nach Verselbständigung der Abteilungen und Einführung einer Finanzordnung mit Finanzausschuss zurückblicken.

Am Längs- und Quertrakt wird Richtfest gefeiert. Der Bau von Bundeskegelbahnen ist geplant.

Das Frauenfußballteam nimmt an den Pflichtspielen teil.

Links Bernhard Leo, 1972 Dritter bei der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaft über 3000 Meter in Böblingen.

Bernhard Leo wird bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften Dritter über 3000 Meter und findet Aufnahme in den DLV-Nachwuchs-Förderkreis.

Siegfried Lippert erhält die ehrenvolle Berufung als Kampfrichter zu den Olympischen Spielen in München, F. Jülich und A. Burggraf kommen als Gehrichter zum Einsatz.

Siegfried Lippert (links) erhält die ehrenvolle Berufung zum Kampfrichter zu den Olympischen Spielen 1972 in München, F. Jülich und A. Burggraf kommen als Gehrichter zum Einsatz

B. Leo, H. Hander und J. Häberle reihen sich als Fackelträger des "Olympischen Feuers" ein.

Die Stadt beschließt den Ausbau des Naherholungsgebietes rund um das Schwabenstadion.

Der FCG überschreitet die Freigrenze von 12.000 DM für Vereine und wird zukünftig zur Umsatzsteuer veranlagt.

Am 15. August wird das Bodenseecup-Spiel Schwaben – Württemberg im Schwabenstadion ausgetragen.

Am 18. September schlägt FC-Vorsitzender Flemisch die FC-Sportanlage als Kreissportzentrum vor.

1972 nimmt erstmals eine Tennismannschaft an der Meisterschaftsrunde teil. Von links: Zeisberger, Lauft, Heinrich sen., Künneth, U. Kadelke, Heinrich jun., Hirsch, Reile

1973
Die Mitgliederversammlung am 12. Januar genehmigt den Antrag der Tennisabteilung auf Bau einer Vereins-Tennisanlage, bestätigt das angestrebte Ziel „Kreissportzentrum“ für die FC-Anlagen und erhöht den Jahresbeitrag auf 24 DM.

Die Baumaßnahmen im Schwabenstadion gehen voran, wie das Bild des Mitteltraktes zwischen späterer Gaststätte und Jugendheim zeigt.

Mit einem Festakt im Schwabenstadion am 14./15. April wird das 10-jährige Volkslauf-Jubiläum in Deutschland gefeiert.

Die Tischtennis-Damen mit B. Wengert, W. Kling und H. Piepenbrinck steigen in die 1. Schwabenliga auf.

Ehrenvorsitzender Hermann Gartner erhält zu seinem 70. Geburtstag die Goldene DFB-Ehrennadel und die Goldene FC-Verdienstplakette.

Theo Flemisch wird Ehrenvorsitzender der Fußballabteilung.

Am 19. Oktober wird die Wanderabteilung gegründet, da sich ein eigener Volkssportverband gebildet hatte.

Die Fußballer siegen mit 2:1 gegen den englischen Profi-Club Luton Town.

Das Landratsamt genehmigt den Abbruch des im Jahre 1950 erbauten Holz-Clubheimes.

Am 19. November verurteilt das Landgericht Augsburg den FC zur teilweisen Zahlung des Architekten-Honorars von Professor Ortner. Der Verein legt Berufung ein.

Das Sonntagsfahrverbot und die Teuerungen auf dem Energiesektor beeinflussen den Sportbetrieb und belasten die Vereinsfinanzen.

1974
Nach einer kontroversen Diskussion erteilt die Mitgliederversammlung vom 11. Januar den Auftrag zur Planung einer Sporthalle beim Stadion.

Das Anlagevermögen ist auf 800.000 DM angewachsen, die Bilanzsumme überschreitet erstmals die Millionengrenze.

TV Dillingen schlägt dem FC am 1. Februar die Gründung eines Leichtathletikzentrums vor, die aber an der Finanzierung einer Kunststoffbahn scheitert.

Der Vorstand beschließt am 18. Februar die Anschaffung der automatischen Kegelbahnanlage zum Festpreis von 40.000 DM. Ludwig Böck übernimmt die Kegelabteilung.

Der Getränkeliefervertrag mit „Paulaner“ bringt dem Verein die dringend notwendige Finanzspritze in Höhe von 200.000 DM für die Fortsetzung der Hochbauten.

Am 1. August wird der Erbbaurechtsvertrag zwischen Stadt und Verein für das Tennisplatzgelände protokolliert.

Am 28. August besiegt die Fußball-Nationalelf Thailands den FC mit 4:2.

Die Segelabteilung äußert am 4. Oktober erstmals ihre Sorgen über Verlandung des Faiminger Sees, aber noch herrscht Regatta-Stimmung.

1975
Der Verein gewinnt vor dem Oberlandesgericht München Berufungsverhandlung mit einem Streitwert von 80.000 DM gegen Professor Ortner und entgeht damit einer vereinsgefährdenden Finanzsituation.

Der FC legt am 18. März Einspruch gegen die Erweiterung des Atomkraftwerkes Gundremmingen ein. Am 31. Mai wird die Mitgliederversammlung erstmals in der neuen Stadiongaststätte ausgetragen. Sie genehmigt, nachdem der BLSV grünes Licht gegeben hat, die Zwischenfinanzierung in Höhe von 50.000 DM für den Weiterbau der Tennisanlage, obwohl die Leichtathleten den Bau einer Kunststoffbahn als vorrangig ansehen. Am 1. Juni findet die Kegelbahneröffnung statt.

Im Juli beschließt der Stadtrat den Bau einer Sport- und Festhalle mit Tribüne bei der Schule. Der BLSV genehmigt Zuschuss für die sechs Tennisplätzen und des Nebenspielfeldes mit Beleuchtung.

Regatta-Stimmung auf dem Faiminger See

Am 12. Oktober findet das Landesliga-Cupspiel Bayern B – Landesliga Süd im Schwabenstadion statt.

Der BLSV-Kreistag tagt am 24. Oktober in der Stadiongaststätte.

Im November muss der weitere Ausbau der Hochbauten aus Geldmangel vorübergehend gestoppt werden.

Wolfgang Stricker wird am 21. Dezember Deutscher Jugendmeister im Eisstock-Weitschießen und erhält die FC-Verdienstnadel in Gold.