FC 1920 Gundelfingen
Verein für Leibesübungen e. V.

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Der Höhenflug und Absturz der Fußballer
(1991 bis 2000)

1991

Die Fußballer stehen im Mittelpunkt, denn unter dem neuen Trainer Walter Kubanczyk werden die Grün-Weißen am 12. Januar in Augsburg zum ersten Mal Schwäbischer Hallenmeister, kommen bei der „Bayerischen“ ins Halbfinale und gewinnen am 15. Mai mit einem 3:1-Sieg gegen den TSV Dasing in Donauwörth den Schwäbischen Pokal. Als Vize-Meister der Landesliga Süd verpasst die 1. Mannschaft nach einer Niederlage im Relegationsspiel gegen die SpVgg Bayreuth (0:3 in Feucht) den ohnehin sensationellen Aufstieg in die Bayernliga. Trotzdem küren die Leser der Donau-Zeitung und der Wertinger Zeitung den FCG zur „Mannschaft des Jahres“. Die „Zweite“ wurde nach einem 6:3-Sieg gegen die SSV Höchstädt Hallen-Kreismeister und die C-Junioren steigen mit 39:1 Punkten in die Bezirksliga auf.  

Der Schwäbische Hallenmeister feiert zusammen mit seinen Fans. Für den FCG spielten (unten von links) Peter Ruchti, Stefan Anderl, Günter Gebhardt, Peter Lohner, Josef Göppel (verdeckt), Robert Wagner, Uwe Widemann, Thomas Jahn, Wilfried Mayer und Ralf Wirth.

Am 10. Juli fand im Schwabenstadion die Bayerische Leichtathletik-Meisterschaft der Gehörlosen statt, und auch die Teile der vom TVG organisierten Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften in den turnerischen Übungen finden auf FCG-Gelände statt. Birgit Schiele, die über 400 Meter bei den Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften den dritten und auf süddeutscher Ebene den vierten Rang belegte, wurde zur Landkreis-Sportlerin des Jahres gewählt.

Die Kegelabteilung veranstaltet mit 69 Teilnehmern im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt ein Schnuppertraining, das nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Zwei Jahre später stellt die Abteilung den Sportbetrieb ein.

Ralph Ostertag gewinnt bei der Schwäbischen Blitzschach-Meisterschaft den Einzeltitel vor seinem Vereinskameraden Jürgen Hummel.

52 Mitglieder der Tennis-Abteilung beteiligen sich an der Sanierung der Plätze.

In der Schwimm-Abteilung wird diskutiert den Trainingsbetrieb einzustellen. Grund ist das Gundelfinger Hallenbad, das wegen Sanierungsbedürftigkeit geschlossen ist.

Die Tanzsportabteilung hat 50 öffentliche Auftritte und wächst weiter.

Am 23./24. November findet der IVV-Wandertag mit 6400 Teilnehmern zum 22. Mal statt.

1992

Bei den Neuwahlen wird Viktor Merenda als Vorsitzender bestätigt. Die Ausgaben des Wirtschaftsjahres sind bei 600.000 DM angelangt, im Herbst werden die Stehwälle im Schwabenstadion für 125.000 Mark erneuert.

Die Fußballer erreichen bei der Schwäbischen Hallenmeisterschaft erneut das Finale und verlieren nach „Sudden Death“ mit 2:3 gegen den SVO Gemaringen. Auf dem Rasen verteidigt das Team durch einen 2:0-Sieg gegen den Bayernligisten FC Augsburg seinen Titel als Schwäbischer Pokalsieger und erreicht die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal. Bundesligist FC Bayer 05 Uerdingen gewinnt vor 4500 Zuschauern glücklich mit 1:0. In der Landesliga Süd wird das Team erneut Vize-Meister und scheitert nach der 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Landshut in Aichach zum zweiten Mal in der Relegation am Aufstieg in die Bayernliga. Oliver Stegmayer wurde mit 23 Treffern Landesliga-Torschützenkönig und noch vor seinem Wechsel zu den Amateuren des FC Bayern München zu einem Lehrgang der U19-Nationalmannschaft eingeladen.

Die 2. Mannschaft wird durch ein 5:3 gegen Höchstädt zum zweiten Mal Hallen-Kreismeister und die B-Junioren steigen in die Bezirksliga auf.

Im Schwabenstadion findet das Amateur-Länderpokalspiel zwischen den Fußball-Auswahlteams aus Bayern und Württemberg (1:2) statt.

Birgit Schiele, Bayerische Hallenmeisterin über 800 Meter, kehrt vom MTV Ingolstadt zum FCG zurück. Mit Stancius Antanas, Nationaltrainer der litauischen Langstreckler und ehemaliges Mitglied des UdSSR-Nationalteams, ist ein weiterer prominenter Neuzugang.

Langwierige Verhandlungen mit Naturschutz, Wasserwirtschafts- und Landratsamt waren notwendig, bis die Segelabteilung auf den Wager-See bei Holzheim voraussichtlich als neues Revier benutzen darf.

Helmut Rohmer übernimmt den Vorsitz der Ski-Abteilung.

Obwohl die Schwimm-Abteilung nach wie vor in Lauingen trainiert, kann sie Erfolge vorweisen. Stefan Reisgies holt den Schwäbischen Seniorentitel, sechs schwäbische Jahrgangstitel gewinnt die Spitzenschwimmerin Anja Ritter.

Immer aktiv: Die Gymnastik-Abteilung mit dem "Herzwalzer"

1993

Die Sanierung der Stehwälle im Schwabenstadion konnte ebenso wie die Errichtung der Flutlichtanlage ums Nebenspielfeld (100.000 DM) abgeschlossen werden. Der Haushalt hatte einen Umfang von 753.436 DM erreicht. Paul Zeisberger tritt als Schatzmeister zurück und Edelbert Reile übernimmt kommissarisch die Finanzgeschäfte. Die Mitgliederzahl ist auf 1680 gestiegen und der Jahresbeitrag wurde auf 72 Mark erhöht.

Aufstieg in die Fußball-Bayernliga: hinten (von links) Abteilungsleiter Hans Anderl mit Enkel Benedikt, Uwe Danner, stv. Abteilungsleiter Reiner Rupp, Betreuer Josef Gierl, Wolfgang Miller, Peter Schmid, Timo Österle, Masseur Josef Röhrle, Rainer Junghanns, Thomas Jahn, Oliver Stegmayer, Anton Schnelle, Stefan Anderl, Peter Lohner, Michael Kalkbrenner, stv. Abteilungsleiter Franz Wenger, Kassier Walter Heinisch, (vorne) Wolfgang Mayer, Peter Gierl, Günter Gebhardt, TW-Trainer Walter Fuchsluger, Wolfgang Sinnl, fünf Lutzinger Cheerleder und Ulrike Wenger Grenzenloser Jubel über den Aufstieg in die Fußball-Bayernliga mit ( links) Torjäger Thomas Jahn und ( rechts) Spielmacher Stefan Anderl, der den entscheidenden Elfmeter beim 3:2-Sieg gegen den TSV Eching in Aindling verwandelte. Damit hatte sich der FCG erstmals für das bayerische Oberhaus qualifiziert.

Der Höhepunkt ist der Bayernliga-Aufstieg der Fußballer. Als Vize-Meister der Landesliga Süd musste das Team zum dritten Mal in Folge in die Relegation, gewinnt dabei in Ansbach gegen den BSC Erlangen mit 2:1 und anschließend in Aindling mit 3:2 nach Elfmeterschießen gegen den TSV Eching.

Meister der Kreisliga Nord und Aufsteiger in die Bezirksliga Nord 1992/93: der FCG II (hinten von links): Betreuer Wolfgang Mayer, Rolf Ruck, Michael Gartner, Armin Resselberger, Oliver Wagenhuber, Peter Ruchti, Wolfgang Tausend, Peter Schmid, Spielertrainer Franz Stark, Spielleiter Gerhard Weng sowie (vorne) Johannes Waldenmaier, Hans Gallenmüller, Holger Weiß, Mark  Menking, Günter Gebhardt, Robert Wagner, Rainer Wiedemann, Dag Duderstadt

Die 2. Mannschaft steigt als Meister der Kreisliga Nord in die Bezirksliga auf, die B-Jugend gewinnt mit Trainer Peter Kruppa den Titel in der Bezirksliga und steigt erstmals in die Bayernliga Süd auf. Der Aufbau eines Mädchenteams scheitert am mangelnden Interesse.

Meister der B-Junioren Bezirksliga Schwaben 1992/9 (hinten von links) Trainer Peter Kruppa, Betreuer Peter Köllner, Karl Pöhlmann, Thomas Hopf, Gerd Granzer, Mariusz Wysocki, Harald Kircher, Wolfgang Schütz, Frank Wagner, Sreten Prodanovic sowie (vorne) Co-Trainer Walter Brugger, Christian Schieferle, Bernd Lipp, Wolfgang Fink, Sven Buser, René Greulich, Torsten Kitzinger, Dominik Köllner. Es fehlen Murat Kaymaz und Felix Binder.

Zum 30. Mal findet der Nordschwabenlauf mit 319 Teilnehmern in Gundelfingen statt. Über 10 Kilometer gewinnt Antanas Stancius. Bei den nord- und mittelschwäbischen Meisterschaften im Schwabenstadion holen sich am 18. Juli Stephan Eberle (400 und 800 Meter), Wolfang Kraus (300 Meter und 300 Meter Hürden der Jugend) und Andrea Walper (300 Meter und 300 Meter Hürden der weiblichen Jugend) die Titel.

Mit Anja und Georg Ritter verlassen die letzten beiden Sportschimmer den FCG.

Tischtennis-Abteilungsleiter Walter Brucker, der seit 1973 die Abteilung führt und 1948 mit dem Sport begonnen hatte

20-jähriges Jubiläum feiert Tischtennis-Abteilungsleiter Walter Brucker, der außerdem seit 45 Jahren aktiv spielt.

Zu den 25. IVV-Wanderagen am 20./21. November kommen 5000 Teilnehmer.

Volleyballer im ersten Jahr mit (hinten von links) Stefan Hitzler, Jürgen Hetzer, Roman Zähnle, Trainer Thomas Richter, Gerhard Stricker, Michael Joas, (knieend) Stefan Reisgies, Jürgen Wetzstein, Andreas Gerstmayr, Wolfgang Baur.

Bei der Delegiertenversammlung am 15. Juli wurde die Bildung einer Volleyball-Abteilung als Sportgemeinschaft mit dem TVG beschlossen. Auf Anhieb wird die neue Mannschaft Vize-Meister der Kreisklasse Donau und steigt in die Kreisliga auf.

1994

Von den Delegierten wird am 22. April ein Haushaltsvolumen von 645.000 DM genehmigt. 1607 Mitglieder, darunter 30 Prozent Jugendliche, gehören dem Verein an. Wieder mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten und Neuinvestitionen an den Sportstätten vorgenommen werden.

Die Fußballer schaffen den Klassenerhalt in der Bayernliga, doch nach Differenzen mit dem neuen Trainer Walter Modick tritt Hans Anderl nach 23 Jahren als Abteilungsleiter zurück und wechselt wenig später zum FC Lauingen. Die B-Junioren mussten nach einer Saison aus der Bayernliga Süd absteigen.

Aufstiegsteam der Eisschützen in die Oberliga (von links): Dieter Constroffer, Franz Fischer, Bruno Kränzle, Wolfgang Stricker, Rainer Hehl

Die Eisstockschützen schafften den Aufstieg in die Oberliga.

Die Segelabteilung verlagert die ersten Stegteile vom Schurr-See ins neue Revier am Wager-See. Die Fundamentplatte für die Schutzhütte ist ebenfalls schon fertiggestellt worden.

Die Schachteilung feiert mit der Nordschwabenliga-Meisterschaft den Aufstieg in die Schwabenliga II. Bei der Schwäbischen Meisterschaft gewinnt Ralph Ostertag den Titel bei der A-Jugend.

Nach ausgiebigen Regenfällen und dem gestiegenen Grundwasserspiegel stehen die Tennisplätze unter Wasser und können drei Wochen nicht bespielt werden.

1995

In der Delegiertenversammlung am 26. April wird Viktor Merenda als Vorsitzender bestätigt. Der Haushalt hatte einen Umfang von 735.984,66 DM und die Delegierten stimmen dem Kauf der Tennishalle beim Schwabenstadion zu. Am 26. Oktober besiegeln Viktor Merenda und sein Stellvertreter Dieter Lang mit ihren Unterschriften den Kaufvertrag über 800.000 DM. Die Bilanzsumme ist damit auf 2.178.387,82 DM angestiegen, die Eigenkapitalquote des Vereins lag aber immer noch bei 60 Prozent. Ohne finanzielle Unterstützung durch Stadt, Kreis und Bezirk wäre der Kauf der Sportanlage aber nicht möglich gewesen.

In der Stadiongaststätte waren umfangreiche Sanierungsarbeiten und Neuinvestitionen in Höhe von 150.000 DM notwendig.

Die Fußball-Abteilung bestätigte den kommissarischen Abteilungsleiter Reiner Rupp, die 1. Mannschaft sichert sich auch im dritten Jahr den Klassenerhalt in der Bayernliga und die A-Junioren schafften mit Trainer Peter Kruppa den erwarteten Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Die Stockschützen feiern das 40-jährige Bestehen ihrer Abteilung.

Leichtathletin Andrea Walper bei der schwäbischen Meisterschaft

Andrea Walper läuft schwäbische Rekorde, steht auf Rang zwei der bayerischen und Rang sechs der deutschen Bestenliste und wird bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Zehnte. 

4x400m-Staffel des FCG, schwäbischer Vize-Meister mit (von links) Landolfo, Eberle, Kraus und Müller

Die 4x400-Meter-Staffel mit Kraus, Eberle, Müller und Landolfo steht auf Platz eins der schwäbischen und auf Platz drei der bayerischen Bestenliste und wird zur „Landkreis-Mannschaft des Jahres“ gewählt.

Die in die Bezirksklasse aufgestiegenen Volleyballer müssen sofort wieder absteigen.

1996

Nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den vorangegangenen Jahren ging es 1996 vorwiegend darum, die Anlagen zu unterhalten und Reparaturarbeiten zu erledigen. Vor allem die neu gekaufte Tennis- und Squash-Anlage forderten viel Einsatz.

Der Mitgliederrückgang konnte gestoppt werden, ein leichter Zuwachs um elf auf nunmehr 1546 Mitglieder war das positive Ergebnis. Erfreulicherweise beträgt der Jugendanteil weiterhin 30 Prozent. Die Bilanzsumme des Vereins ist auf 1.945.618 DM angewachsen, was der eines mittelständischen Betriebes entspricht.

Sportliche Höhepunkte waren der achte Platz der Bayernliga-Fußballer, die damit das beste Ergebnis in der Oberliga feierten, sowie das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten TSV 1860 München vor 5000 Zuschauern im Schwabenstadion (1:2). Bayernliga-Torschützenkönig Mario Söhner traf für den FCG, der aber auch die schwere Verletzung von Spielertrainer Wilfried Mayer zu verkraften hatte. Nach dem Kreuzbandriss war Mayers Karriere beendet, es folgten erst Andreas Mayer und dann Ex-Profi Rolf Baumann als Trainer.

Der FCG II musste aus der Bezirksliga Nord absteigen, obwohl nach der Trennung von Trainer Leo Bunk (ehemaliger Zweitliga-Torschützenkönig) Franz Stark mit dem Team beinahe noch die Trendwende geschafft hätte.

Leichtathletin Andrea Walper belegte bei der Deutschen Meisterschaft den vierten Rang über 200 Meter der weiblichen Jugend A und wurde in der Halle über die gleiche Distanz Zehnte. Dazu kommen drei bayerische Titel für Walper über 100 sowie 200 Meter bzw. 400 Meter Hürden. Das Aushängeschild der Abteilung wurde in die deutsche Juniorenauswahl für den Länderkampf Deutschland - Russland nominiert, außerdem gehörte sie zusammen mit 400-Meter-Spezialist Wolfgang Kraus der Bayernauswahl im Wettbewerb um den süddeutschen Juniorencup an.

Die Volleyball-Männer schaffen nach dem Abstieg die sofortige Rückkehr in die Bezirksklasse, außerdem wurde ein Damen-Team gegründet.

1997

Bei der Delegiertenversammlung am 24. April wurde Vorsitzender Viktor Merenda zum vierten Mal in seinem Amt bestätigt. Nach Theo Flemisch ist Merenda damit nach Amtsjahren bereits auf den zweiten Platz vorgerückt. Neu im Vorstand sind Werner Stenke (2. Vorsitzender) und Wolfgang Stricker (Technik, Gebäude, Anlagen).

Die Mitgliederzahl ist auf 1554 gestiegen, der ordentliche Haushalt hat einen Umfang von 728.000 DM, die Verbindlichkeiten belaufen sich nach dem Kauf der Tennishalle auf 650.750 DM.

Nach vier Jahren müssen die Fußballer aus der Bayernliga absteigen. Dies war gleichzeitig der erste Abstieg der 1. Mannschaft seit Kriegsende 1945. Auch der Trainerwechsel von Rolf Baumann zu Harry Franke konnte daran nichts mehr ändern. Nach einem großen personellen Aderlass befindet sich das Team zum Jahresende auch in der Landesliga Süd im Abstiegskampf und vermeldet mit Ralf Wirth erneut einen neuen Coach.

Die zur deutschen Spitzenklasse zählende Sprinterin Andrea Walper verlässt den Verein und schließt sich der LG Staufen an.

Die Segler freuen sich über die Fertigstellung des Reviers am Wagersee und damit ein Ansteigen der Mitgliederzahl. In die höchste Klasse Schwabens konnten die Tennis-Knaben aufsteigen, die Tennis-Senioren schafften ungeschlagen den Sprung in die Bezirksklasse 2.

Während die Volleyballer wieder aus der Bezirksklasse absteigen mussten, holte das neue Damen-Team gleich im ersten Jahr ungeschlagen den Meistertitel.

1998

Die seit 1943 verschwundene Vereinsstandarte tauchte wieder auf, als der Abteilungsleiter Wandern, Werner Flemisch, sie bei Aufräumarbeiten in seinem Elternhaus wiederentdeckt und an den Ehrenvorsitzenden Edelbert Reile übergibt. Die aufwändige Restaurierung kostet 3172 DM, doch damit ist die 1930 vom Fabrikanten Xaver Schwarz gestiftete Standarte wieder voll hergestellt.

Die Mitgliederzahl ist auf 1535 gesunken, der Beitrag muss - um weiter Zuschüsse vom BLSV erhalten zu können - von 72 auf 96 DM für Erwachsene angehoben werden. Insgesamt umfasst der ordentliche Haushalt 638.144 DM.

Zum zweiten Mal in Folge müssen die Fußballer absteigen und spielen ab August erstmals in der Bezirksoberliga Schwaben. Mit dem als Spielertrainer zurückgekehrten Stefan Anderl setzen sich die Grün-Weißen allerdings gleich in der Spitzengruppe fest und spielen überraschend um den Landesliga-Aufstieg mit.

Die Leichtathletik-Abteilung schlägt am 19. September ein neues Kapitel auf. Nachdem der Nordschwaben-Lauf mit 300 Teilnehmern bereits zum 35. Mal ausgetragen wurde, treffen sich diesmal auch 130 Teilnehmerinnen zum 1. Frauenlauf. Mit Olga Bondarenko nimmt sogar eine Olympiasiegerin von 1988 teil. Mit Wolfgang Kraus verlor die Abteilung auch ihren zweiten Topathleten an die LG Staufen.

In die Bezirksklasse 1 steigen die Tennis-Senioren auf.

Jubiläen feiern die Abteilungen Ski (20 Jahre als Gemeinschaftsabteilung mit dem TV, die Inline-Skater werden in dieser Abteilung integriert) und Wandern, die ebenfalls zwei Jahrzehnte besteht und zum 30. Mal die IVV-Veranstaltung in Gundelfingen durchführt.

1999

Zwei Naturkatastrophen führten zu erheblichen finanziellen Belastungen. Es begann mit dem Jahrhundert-Hochwasser an Pfingsten, als Stadion, Tennisplätze und die ganzen Hochbauten unter Wasser standen. Durch unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren Gundelfingen und Echenbrunn, der Werksfeuerwehr der Firma Gartner, dem Arbeiter-Samariter-Bund und einiger Vereinsmitglieder unter Leitung von Hans Anderl, Werner Stenke, Walter Lohner und Hannes Bettinger konnten noch größere Schäden vermieden werden. Insgesamt betrug der Sachschaden 150.000 DM, wobei die Stadt Gundelfingen und der Landkreis sofort jeweils 25.000 DM Hilfe bewilligten. Vom BLSV wurden nach einer längeren Prozedur weitere 47.000 DM dank der Hilfe des Kreisvorsitzenden Alfons Strasser übernommen.

Am 2. Weihnachtsfeiertag fegte dann der Orkan "Lothar" über die Region und ließ zahlreiche Bäume wie Streichhölzer abknicken. Die Kunststoffbahn und die Brüstung im Stadion wurden zum Teil erheblich beschädigt.

Die Beitragserhöhung führte zu einem weiteren Mitgliederrückgang auf 1521 Personen. Einen Umfang von 659.125 DM hat der ordentliche Haushalt, die langfristigen Vereinsverbindlichkeiten betragen 497.250 DM.

Bezirksoberliga-Vizemeister 1999/2000 und Aufsteiger in die Landesliga Süd: (hinten von links) Betreuer Rade Opacic, Spielertrainer Stefan Anderl, Ralf Wirth, Stefan Ahrens, Thomas Jahn, Eduard Waldmann, Thomas Mödinger, Andreas Binder, Anton Schnelle, Michael Unger, Wolfgang Miller, Christian Gold, Betreuer Josef Gierl, Masseur Eric Johannsen, Abteilungsleiter Hans Anderl sowie (vorne) Betreuer Wolfgang Mayer, Wolfgang Fink, Roland Fischer, Joachim Dewein, Uwe Raßbichler, Manuel Mößle, Sandro Santamaria, Johannes Weigl, Torwarttrainer Reinhold Götz, Markus Riesenegger

Erfreulich war der überraschende Wiederaufstieg der Fußballer in die Landesliga Süd. Der zweite Platz hinter dem FC Pipinsried reichte für die direkte Qualifikation, wobei der entscheidende Punkt am letzten Spieltag in einer von übertriebener Härte geprägten Partie beim FC Königsbrunn mit dem 2:2 unter Dach und Fach gebracht wurde. In der Landesliga spielten die Grün-Weißen sofort eine gute Rolle und lagen nach 18 Spieltagen sogar an der Tabellenspitze.

Die Eissport-Abteilung feierte neben dem Meisterschaft der 1. Moarschaft auf Eis in der Oberliga Süd zwei weitere Titel auf Asphalt. Die 2. Moarschaft stieg dabei in die Bezirksoberliga auf, die 3. Moarschaft qualifizierte sich für die A-Klasse.

Großer Beliebtheit erfreut sich die Showtanz-Gruppe der Gymnstik-Abteilung, die Pepper-Girls, die neben den Rock´n-Roller der Tanzsportabteilung, den Lolli-Pops, zu den Aushängeschildern des Vereins zählen.

Im Aufwind befindet sich wieder die Schwimm-Abteilung. Erfreulich ist der Anteil von 80 Prozent Jugendlicher an der Mitgliederzahl, Stefan Reisgies belegt bei den Senioren-Europameisterschaften die Ränge 2, 3 und 4.